3. Tag – 26.10.2021

Nach ca. 4 Stunden Fahrt mit sehr wenig Verkehr sind wir um kurz nach 13 Uhr gut in Zadar angekommen.

Im ersten Anlauf hat es uns gar nicht so gut gefallen, wir waren eher ein bisschen enttäuscht. In der Altstadt gibt es doch sehr viele Häuser aus der Nachkriegszeit, die in einem sehr desolatem Zustand sind, dazwischen ein paar schöne alte venezianische Gebäude und einige römische Überbleibsel. Im zweiten Anlauf, nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, gingen wir nochmal los und dann konnten wir uns doch noch mit Zadar versöhnen, es hat uns gut gefallen. Vor allem als es dunkel war, war eine schöne Stimmung und Atmosphäre, die kleinen Gassen kamen dann ganz anders rüber und der Bummel machte richtig Spaß. Sehr schön war der Spaziergang auf der Mauer (sie ist ja UNESCO- Weltkulturerbe), hier haben sie schöne Spazierwege angelegt, es gibt schöne alte Bäume und gute Aussichten. Vorbei kamen wir dann auch bei der Meeresorgel, es sind komische Töne, die das Meer hier verursacht, aber der Platz ist sehr schön, auch mit der aus 300 Einzelteilen bestehenden Glasscheibe mit 22m Durchmesser, es befinden sich darunter Solarmodule, der Strom wird eingespeist – man nennt das Ganze „Sonnenanbetung“.

Zu Beginn unserer Fahrt heute war es wieder ganz schön kalt. Als sich der Nebel verzogen hatte aber Sonne pur bis kurz vor Zadar, allerdings meist 7-9 Grad. Als es dann kurz vor der Küste bergab ging, wurde es wärmer, aber es war auch bewölkt, nur manchmal blickte die Sonne durch, aber es hatte 18 Grad. In den Gassen zog es allerdings ganz schön und klar am Meer ist auch ein bisschen Wind, so dass wir am Abend schon unsere dicken Jacken brauchten.

Ach ja gegessen haben wir auch, sagen wir mal so, wir wurden satt. Es ist nicht so einfach in so einer Touri-Hochburg.

Einschlafen werden wir heute in einem super modernen Zimmer (tolles Bad) in einem sehr morbiden Haus, das hat schon wieder was. Aber es zeigt uns sehr deutlich, wie hier auch hier der Wohnraum vernichtet wird. Sie haben eine Wohnung gekauft, saniert und bringen Touris dort unter, die anderen Mieter wohnen schrecklich. Bekommen nichts renoviert und diese sanierte Wohnung ist für die Bevölkerung unerschwinglich. Das gefällt uns nicht und wir werden versuchen es zukünftig zu vermeiden. Entschieden haben wir uns wieder mal wegen dem Parkplatz im Hinterhof und weil wir nicht in den großen Touribunker wollten. Das Angebot für uns war aber sehr beschränkt, es sind auch hauptsächlich Appartements, die vermietet werden. Aber es rechnet sich für die Betreiber, die junge Frau – Nina – mehr ist über den Vermieter nicht bekannt, die den check-in vornahm, kam mit einem sehr dicken BMW-SUV angebraust. Sie musste erst den Schlüssel für den Hinterhof holen – ihr Auto stand vor der Einfahrt – halb auf der Straße und den Motor ließ sie einfach laufen. Das sind die unschönen Auswirkungen des Tourismus.

Auch heute lasse ich ein paar Bilder sprechen.

Das ist das Haus in dem wir wohnen – vom Hinterhof aus betrachtet.

Das ist der Balkon, vorne zur Straße hin, gegenüber ist das Krankenhaus und ein Haus weiter das Corona Testzelt.