4. Tag – 27.10.2021

HEUTE sind wir richtig super im Urlaub angekommen.
Herrliches Wetter, nur Sonnenschein und tolle Eindrücke.
Es war ein wunderschöner Tag und wir sind zwar spät, schon im Dunkeln, aber gut in Dubrovnik angekommen.

Zunächst hatten wir noch ein interessantes Erlebnis vor unserem Haus – eine Demonstration mit Polizeischutz. Burkhard hatte schon gestern gesehen, dass am Zaun gegenüber Plakate und Babyschuhe hingen, zwei Leute beteten auf der Straße Rosenkranz. Heute Morgen wurde die Zauninstallation von einer älteren Dame bewacht. Wir gehen davon aus, es war eine Demonstration gegen Abtreibung, denn gegenüber von uns war ja das Krankenhaus von Zadar und wir nehmen an dort am Ende war die Frauenklinik, wo sie diese durchführen. Das war nochmal ein Eindruck, den wir schon zuvor festgestellt hatten. Es gibt sehr viele konservative, religiöse ( wir nehmen an katholische) Menschen, auf der anderen Seite aber auch sehr viele junge Menschen, die ganz anders gestrickt sind, mit knappem Outfit etc.. Gut, das gibt es ja bei uns auch, aber das ist, so haben wir den Eindruck hier noch anders.

Heute Morgen habe ich dann doch noch ein paar Bilder von unserem Zimmer und der wWohnung gemacht, so dass ihr einen Eindruck habt, von dem was ich euch gestern schrieb, dem Widerspruch zum Rest des Hauses.

Hier die Bilder:

Was wir auch noch gesehen haben waren die Krankenhausbetten, die sie jetzt scheinbar aussortierten. Burkhard meinte die sind furchtbar altmodisch und mit unseren in keiner Weise zu vergleichen. Da haben wir nochmal ganz inständig gehofft, dass wir uns nicht in so eines begeben müssen.

Dann haben wir Zadar verlassen, zunächst über die wieder fast leere Autobahn. Bald nahmen wir einen Abzweig quer durch die Berge. Wieder mit wunderschönem buntem Herbstlaub um nach Trogir zu kommen. In Trogir ist die ganze Altstadt UNESCO Weltkulturerbe. Schon der Blick von oben auf die Bucht, bzw. die Nachbarbucht waren atemberaubend schön.

Trogir hat uns dann umgehauen, wir waren sehr begeistert und sind der Meinung, es ist viel schöner als Zadar. Einen Besuch können wir nur empfehlen. Die schönen erhaltenen Bauwerke im romanischen Stil waren sehr faszinierend und auch die Pflanzen, Feigen, Orangen, Olivenbäume etc.. Von der alten Festung aus hatte man einen schönen Überblick. Am Ende gingen wir noch über die Brücke zum Markt und kauften uns ein leckeres Gepäck mit Spinatfüllung und Mandarinen aus der Region, das Kilo für 1,35 Euro und die sind sehr lecker.

Bilder aus Trogir:

Dann ging es weiter nach Split – wir fuhren an der Küste entlang, ihr reihte sich eine Ortschaft an die andere. Hier galt unser Hauptinteresse dem UNESCO Weltkulturerbe „Diokletianpalast“ und der Altstadt. Wahnsinn und aus unserer Sicht viel interessanter und schöner als Zadar. Erst jetzt wussten wir, warum wir von Zadar etwas enttäuscht waren, so wie Trogir oder Split hätten wir es uns auch vorgestellt. In einem meiner Reiseführer stand ein Beitrag darüber, wo man hin sollte Zadar oder Split. Er hat sich für Zadar entschieden, das hätte mehr Flair, was wir überhaupt nicht nachvollziehen können, wir empfinden dies genau umgekehrt.

Eindrücke aus Split:

Danach wollten wir eigentlich schnell nach Dubrovnik über die Autobahn und nicht noch den Abstecher nach Omis machen, wie uns Doris empfohlen hatte. Doch nachdem kurzfristig unser Handynavi ausfiel, orientierten wir uns an den Schildern nach Dubrovnik und gelangten auf die Küstenstraße – also meinten wir Schicksal und fuhren da entlang, was auch sehr sehr schön war, teilweise verlief die Strecke direkt am Meer entlang. Da dieser Küstenabschnitt stark bebaut ist, folgt ein Ort dem anderen und so kamen wir nur sehr langsam voran und so konnten wir auch Omis nicht mehr besichtigen, die Lage ist jedenfalls sehr schön. Wir vermuten, dass wir wohl auch den Campingplatz entdeckt haben auf dem Lex und Doris campten, wir hielten zufällig genau davor an.

Wir mussten dann noch ein ganzes Stück weiter, bevor wir wieder eine Bergstraße auf die Autobahn nehmen konnten. Dann brauste ich mit Tempomat gemütlich durch die wunderschöne Berglandschaft, auch sehr beeindruckend. Das letzte Stück – ca. 100 km – mussten wir Landstraße fahren, die Autobahn geht nicht durch. An einer wunderschönen Seenlandschaft passierten wir dann unser 4. Bundesland – Bosnien und Herzigovina.
Wieder am Meer angekommen fuhren wir die Küstenstraße mit traumhaften Aussichten, nebst einem tollen Sonnenuntergang. Leider wurde es dann so langsam dunkel und wir konnten die Ausblicke vor Dubrovnik nicht mehr genießen, eine halbe Stund früher wäre besser gewesen, aber „so ist das Leben eben“.

Nach dem Einchecken in einer privaten Pension, dem ich-house, – sehr nette Vermieterin – gönnten wir uns noch einen schönen Abendspaziergang in die Altstadt. Runter ging es ganz flott, aber nach oben liefen wir über viele Treppen doch gut 30 Minuten. Vorher durften wir einen leckeren Fisch genießen, aber die Preise in der Altstadt sind nicht ohne.

Das einzig Negative was ich berichten kann ist, dass das auf der Landstraße fahren einfach wäre, wenn sich alle an die Regeln halten könnten. Aber es ist wie überall, es gibt „solche“ und „solche FahrerInnen. Manche „solche“. Die man nicht bräuchte, müssen einfach rasen und an unmöglichen Stellen überholten. So fuhr uns beiden schon ein Schreck in die Glieder als ich um die Kurve kam vor mir ein überholender Fahrer der Gegenfahrbahn gerade noch einscheren konnte. Vorher war ich langsam und hatte 2 Fahrradfahrer überholt, das sind die Minuten, die es manchmal ausmachen. Das Quäntchen Glück braucht man dann doch. Zum Glück habe ich das bisher ja. Aber macht euch keine Sorgen, das war ja jetzt schon und zuhause hatte ich das auch schon.

Vielleicht schaffe ich es auch nochmal alle Bilder zu beschriften, aber vielleicht auch erst zu Hause, die Zeit wird hier zu knapp.