Danke zunächst an Flo – er hat liebenswerterweise den Eintrag geschrieben und er hat auch in den alten Beiträgen die Fotos bearbeitet, damit ihr die auch in der Galerie in Originalgröße ansehen könnt und nicht nur Ausschnitte seht. Wenn ihr also Lust verspürt, könnt ihr sie noch einmal ansehen.
Ich hatte keinen Internetzugriff auf die Seite, obwohl wirWifi hatten und auch E-Mails schreiben konnten – ich vermute Sicherheitseinstellungen blockierten das, aber ich wollte daran auch nichts ändern. Euch wollte ich aber wissen lassen, dass wir gut, sicher und gesund in Albanien angekommen sind.
Reisetag von Dubrovnik über Montenegro nach Durres in Albanien
Das war etwas für die Augen!
Sie waren ja geradezu überlastet von den überwältigenden Eindrücken.
Wir hatten wieder einen super nur sonnigen Tag, beachtet mal den strahlend blauen Himmel auf den Bildern. Im Auto wurde uns 23 Grad angezeigt, in Kotor auf einem Thermometer 30 Grad, aber das glaube ich nicht, da schien sicher irgendwie die Sonne ein wenig drauf. Aber wir haben In Montenegro Leute im Meer baden sehen.
Morgens um 07:00 Uhr als wir aufstanden, konnten wir unseren Nescafe noch nicht auf dem Balkon einnehmen, da war es noch etwas frisch, aber ein bisschen später, noch in Kroatien hielten wir an einem Café und dort konnten wir mit Jacke schon draußen sitzen.
Es fiel uns schon schwer von der schönen Küste um Dubrovnik Abschied zu nehmen, aber die Küste weiter südlich ist auch wunderschön.
Noch zwei schöne Abschiedsbilder vom Hafen von Dubrovnik.
Es sind dann nur noch einige Kilometer und man ist in
Montenegro
Nach der Grenze fährt erst ein Stückchen durch die Berge mit schönen Zypressen, aber auch Laubbäumen, schön bunt, aber nicht so sehr wie zuvor.

Das gefällt mir sehr gut, es drückt aus, was ich empfand. Es ist eine wunderbare, sehr zutreffende Beschreibung der Küsten Montenegros. Entlang zu fahren zog sich sehr lange hin, denn die Küstenstraße ist sehr bergig und kurvig, ganz oft darf man nur 60, manchmal nur 40 fahren.
Zunächst fuhren wir an dem südlichsten Fjord Europas entlang, einfach toll – immer am Wasser entlang und immer diese Aussichten – Burkard musste viel ohhh und wow ertragen. Die Berge waren noch im Dunst, aber das hat dem Ganzen einen sehr mystischen Eindruck verliehen, sehr sehr sehenswert.
WEITER GEHT ES DEMNÄCHST
So erst daheim angekommen möchte ich, da es ein sehr interessanter Tag war, den Eintrag vervollständigen.
UPDATE
KOTOR
Am südlichsten Fjord Euopas liegt Kotor, die nächste Weltkulturerbestadt, die wir besuchten. Eine gute Idee hier zu stoppen – es hat uns sehr gut gefallen. Es ist kein Vergleich zum monumentalen Dubrovnik, aber eine schöne, gut erhaltene, schöne Altstadt.
Wir haben festgestellt, dass sie Interessanterweise in Montenegro mit Euro bezahlen. Obwohl sie nicht in der EU sind, haben sie die Währung bereits als Zahlungsmittel eingeführt. Wir konnten problemlos Euros an der Bank nachladen und So ohne Umrechnerei erleichtert es das Reisen gegenüber Kroatien sehr.
Es war sehr viel los in Kotor, obwohl es ein Freitag war und wir davon ausgingen, dass die Leute arbeiten. Entweder waren da Ferien oder ein Feiertag, wir haben es nicht herausgefunden, aber es waren die Montenegriner, die in der Stadt unterwegs waren.
Also erstmal Verkehrschaos pur, bis wir einen Parkplatz hatten. Aber dann gönnten wir uns eine Pause, was auch unseren Magen erfreute und schlenderten durch schöne Stadt.
Hier ein paar Impressionen:
Weiter ging es, wie schon erwähnt sehr langsam – an der schönen Steilküste entlang. Oft hinter LKW‘s, die wir nicht überholen konnten und mit viel Geschwindigkeitsbegrenzungen.
In der Planung hatte ich einen Stop in Budva vorgesehen. Aber später lass ich eine Reisebericht im Netz, der mich sehr abschreckte. Eine Frau berichtete, dass sie so tolle Bilder ihrer Schwiegereltern gesehen, die in jungen Jahren die Stadt besuchten. Sie beschlossen hinzufahren und waren so sehr enttäuscht, es ist so schrecklich verbaut und das Feeling ist in etwa so wie am Ballermann in Mallorca.
Wir mussten durch die Stadt durchfahren, waren also schon gewarnt und wir empfanden die Bebauung ebenfalls als sehr hässlich und fuhren einfach weiter. Wieder auf dem Berg angekommen hielten wir an und machten noch ein Foto. Vielleicht kommt so der Eindruck etwas rüber.
Aber noch besser, die schönsten Plätze haben sich mal wieder die Betuchten gesichert. Vor Budva liegt die ehemalige kleine Fischerinsel Sveti Stefan. 2007 leaste eine Hotelkette die gesamte Insel, ließ darauf ein Luxusresort errichten, mit Preisen für eine ÜN zwischen 700-3000 Euro. Normal Sterbliche dürfen die Insel nicht einmal mehr betreten.
Bei Ulcinj fuhren wir dann landeinwärts an die albanische Grenze, in einer sehr fruchtbaren Ebene. Überall wurden vor allem Mandarienen angebaut, die die Montegriener direkt an Ihren Häusern anboten. Wir hielten an, schon kam eine sehr freundliche Frau herausgesprungen. Für 80 Cent das Kilo wollte sie uns ihre leckeren Früchte verkaufen. Wir gaben ihr 1 Euro und sie legte von sich aus nochmal Mandarinen dazu und bedankte sich sehr herzlich. An der Grenze, wo man ja eh warten musste, bot ein Bauer geschickterweise seine Waren an und so deckten wir uns für 2 Euro noch mit einem ganzen Kranz frischer Feigen ein.
Die Straße bis zur Grenze war sehr sehr gut ausgebaut. Vor uns fuhr ein alter Mercedes mit sehr komischen Fahrverhalten, manchmal geradezu Schlangenlinien. Wir vermuteten, er hat Schnaps getankt. Es ist uns schon in Kroatien aufgefallen, wieviel sie konsumieren, in Kotor als wir gegessen hatten, saßen auch in der Ecke welche, die am helllichten Tag sich viele hinter die Binden gossen. Ich getraute mich gar nicht zu überholen, aber kurz vor der Grenze bog er dann zum Glück ab.
Ja und dann kam
ALBANIEN
An der Grenze standen wir erstmal in der Schlange, es ist scheinbar ein reger Austausch zwischen Montegrinern und Albanern. Beim Zoll waren sie sehr streng und vor uns wurden die meisten scharf kontrolliert, mussten ihren Kofferraum ausladen. Oh jeh, wir hatten schon schlimme Befürchtungen, aber unser deutscher Pass wirkte Wunder. Wir mussten nur die Ausweise und den Fahrzeugschein vorlegen, dann war alles erledigt. Leider gab es nur eine Spur und so mussten wir eben warten, bis sie die vor uns beim Zoll gefilzt hatten und dann durften wir weiter.
Der erste Eindruck war ganz schön. Gut herausgeputzte Dörfer, natürlich jetzt überall Moscheen. Diese waren so neu und überdimensioniert, dass wir uns schon Gedanken machten, von wem die wohl finanziert werden, von den reichen Golfstaaten?
Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir die Autobahn und so hofften wir wie geplant bald in der zweitgrößten Stadt Albaniens, der Hafenstadt Durres anzukommen, dort hatte ich über booking.com kurzfristig ein Zimmer reserviert. Aber das sollte nicht klappen. Auf der Autobahn war ein fürchterlich schlimmer Verkehr und wir gerieten in einen mindestens 1,5 Stunden dauernden Stau. Mittlerweile war es dunkel geworden und die Fahrt sehr anstrengend. Bereits hier wunderten wir uns sehr über die Autos, die da so herum fuhren. Vorherrschende Marke große Mercedes SUV, dazwischen dicke Range Rover und BMW und AUDI SUV‘s. Alte Autos, wie wir erwartet hatten – Fehlanzeige. Dazu aber sehr viele kleine und große LKW‘s. Die Straße von der Grenze aus war so gut befahrbar, die Autobahn grässlich. Manchmal ging es und unvermittelt dann plötzlich riesige Schlaglöcher, denen man kaum ausweichen konnte. Die Autobahn war die Zufahrt zu Tirana, der Hauptstadt und Durres. Durres zweigt irgendwann ab, was zu etwas weniger Verkehr führte. In der Überleitung zwischen den beiden Autobahnen kam für mich der kritischste und schrecklichste Augenblick. Plötzlich fuhren wir auf der Einfädelung über einen Betonhügel, den weder ich noch Burkhard als Beifahrer gesehen hatte, ich dachte das Auto fällt auseinander, dann sah ich den zweiten Hügel und bremste zu stark ab, aber zum Glück hatte der Fahrer des Kleintransporters aufgepasst und somit Schlimmeres verhindert. Am liebsten wäre ich unvermittelt ausgestiegen und nicht mehr weiter gefahren, aber es ging ja nicht.
In Durres angekommen war das Navi nicht sehr genau und hat uns eine stark rechts abbiegende Straße nicht gut beschrieben, so dass wir falsch in die Hafeneinfahrt fuhren. Erstmal kreuzte die breite Straße unvermittelt ein großer, kläffender Straßenhund, der erst gar nicht weichen wollte, uns aber dann doch fahren ließ. An der Einfahrt war dann eine Schranke und keine Möglichkeit mehr zu drehen. Ein Mann wollte etwas von uns, konnte kein Englisch und ließ uns dann einfach passieren. Wir suchten eine Möglichkeit zu drehen, standen plötzlich vor lauter Polizisten, die uns zwar beim Drehen beäugten, aber auch nichts von uns wollten. Da Navi bot uns dann eine Möglichkeit aus dem Hafen auszufahren, wir nutzten sie und standen wieder vor einer Schranke, nur diesmal war kein Mensch da. Oh je, wie kommen wir jetzt wieder raus? Das waren jetzt schon sehr stressige Stunden, die stressigsten, die wir im Urlaub überhaupt hatten. Wir standen ratlos vor der Schranke, überlegten zu wenden und irgendwie wieder zu dem Eingangstor mit menschlicher Besetzung zu gelangen, da plötzlich wurde uns wie von Geisterhand die Schranke geöffnet und wir konnten raus. Irgendwie ist da alles Video überwacht und man hatte wohl ein Einsehen mit uns. Aber irgendwie war uns das alles nicht so ganz geheuer. Jedenfalls fanden wir unseren Weg und unser Hotel. Ich wollte das mal so schildern, so könnt ihr vielleicht einen Eindruck erhalten wie wir uns fühlten.
Unser Hotel war dann der Hammer. 50 Euro für ein Doppelzimmer mit Frühstück – für diesen Preis einfach nicht vorstellbar. Schnell schauten wir nochmal nach unserer Buchung, aber da stand es schwarz auf weiß. Es ist irgendwie auch komisch so ein Zimmer für so einen Preis zu bewohnen, da stimmt doch was nicht mit der Währungsumrechnung – wird der LEK künstlich niedrig gehalten, ich verstehe das nicht. So ein Zimmer haben wir noch nie bewohnt, das müsst ihr euch mal geben, ich hatte irgendwie schon ein schlechtes Gewissen.
Am Abend machten wir noch einen Spaziergang und aßen dann gegenüber dem Hotel in einer kleinen privaten Pizzeria unsere erste und einzige Pizza auf der Reise, sie war sehr gut und frisch in einem großen Pizzaofen gemacht. Wir hatten keinen Nerv mehr etwas anderes zu suchen. Als Bier vom Fass schenkten sie Veltins aus, was wir zunächst ja nicht wußten. Burkhard wollte dann noch ein albanisches Bier, was die Bedienung schon sehr verwunderte, das gab es nur in Flachen, war das Bier der Tippedaner und schmeckte schrecklich, so finde ich, die nur kurz gekostet hat. Alles kostete umgerechnet 11,50 Euro, sie übergab uns als Rechnung einen Zettel auf dem handschriftlich 1600 vermerkt war. Also billig Urlaub machen kann man in Albanien, aber für uns wäre es nichts.
Am nächsten Morgen besuchten wir noch das Amphitheater und bummelten ein bisschen durch die Straßen. Den Strand wollten wir gar nicht sehen, im Reiseführer hatte ich schon Bilder mit seinen dicht bebauten Hochhäusern gesehen, diese säumten auch die Straßen der Strandpromenade, die wir am Abend entlang gelaufen sind auf der Suche nach einem Geldautomaten. In der Stadt dann noch ein riesiges Schild mit Werbung für den Durres-Strand, aber wir wollten nach unseren Einblicken nichts wie weg. Durres selbst war vor allem am Abend und am nächsten Tag ein einziges Verkehrschaos. Alle auf der Suche nach einem Parkplatz, alle fahren kreuz und quer und die Dichte an Mercedes SUV hatte noch einmal zugenommen. Nein, es waren nicht ein paar Reiche, es waren sehr sehr viele. Neben der riesigen Moschee, der Fußgängerzone mit glänzendem Marmorbelag und der einen Prachtstraße, sahen wir in den Gassen viele ganz arme Behausungen, Bettler, sehr viel Müll und überall streunende große Hunde – ein Kontrast und ein Anblick, der uns überhaupt nicht gefiel. Dieses ehemals sozialistische Vorzeigeland geht einen für uns nicht vorstellbaren Weg in einen extremen Kapitalismus – mit so wie wir das wahrnahmen – mit nicht vorhandener sozialen Komponente. Eine schlimme Entwicklung fanden wir. Für uns als Durchreisende, die sicherlich nicht die schönen Berglandschaften, die albanische Riviera und tolle Strände gesehen haben ist Albanien sicherlich kein Geheimtipp, so wie es oft in den Reiseführern steht.
Also nach diesen Eindrücken beschlossen wir nicht mehr an die albanische Südküste zu fahren. in der Zwischenzeit hatte ich, da ich mich Im Netz nochmal nach dem Streckenzustand erkundigen wollte, einen Bericht über mein geplantes Ziel Ksamil gelesen. Die Beschreibung mit Bildern war sehr negativ. Überall Müll, streunende Hunde, halb abgerissene Bauruinen etc.. Zudem mussten wir uns für die Einreise nach Griechenland online anmelden und hier wurde mir der kleine Grenzübergang nicht zur Auswahl angeboten.
Also entschlossen wir uns für die schnelle Route durch Albanien durc#h das Landesinnere mit einem Stop in der Weltkulturerbestadt Gjirokaster.






















































































