8. Tag – 31.10.2021*

HEUTE FÄHRÜBERFAHRT NACH KORFU UND BESICHTIGUNG DER ALTSTADT

Zunächst aber Frühstück am Meer und Abschied von Parga, das ist wirklich ein sehr schöner Ort um Urlaub zu machen.

Kaffee, frisch gepresster Orangensaft, Burkhard hat ein Sandwich mit Ei, Schinken und Käse, ich wählte – wenn es schon mein erstes Frühstück war ein traditionelles griechisches Frühstück – pancakes mit Rosinen und griechischem Honig. Diese waren aber frittiert – schon sehr deftig am Morgen, aber auch lecker und einmal ganz was anderes. Und dann dieser Ausblick aufs Meer, den blauen Himmel und die pittoreske kleine Stadt am Hang – das Leben ist doch schön.

Meine letzten Eindrücke von Parga wirklich ein Örtchen wie man es sich in Griechenland so vorstellt.

Hier noch unser Hotel mit schöner Bougonvilla – wir waren die einzigen Gäste – Alexis schließt jetzt auch, es kommt so gut wie keiner mehr – am Vortag waren es noch 3 Zimmer, die er vermietete. Unser kleiner Balkon, den wir gar nicht genutzt haben mit der schönen Aussicht auf die venezianische Festung.

Es ist als ob wir unser Gartenjahr noch etwas verlängern, wir lieben die schönen Pflanzen hier, die immer noch fleißig blühen, oder wie die Mandarinen, Orangen, Grapefruits und Granatäpfel, die gerade Früchte tragen. Eine Banane mit Früchten auf dem Kirchparkplatz wollte ich noch fotografieren, aber wir wollten los um vielleicht die 10:Uhr Fähre noch kriegen – aber Satz mit x – sie fuhr aus dem Hafen als wir ankamen. Aber wir sind ja in Urlaub – gönnten uns noch einen Kaffee und schmökerten noch ein bisschen – Burkhard Main-Post auf dem iPad und ich im Korfu Reiseführer.

Also die Fähre um 11:30 Uhr haben wir gekapert und sind rüber nach Korfu. Es war leider mal wieder sehr diesig in der Ferne, aber als wir näher kamen hatten wir eine gute Sicht. Auf dem Meer – sorgte der Wind doch für etwas Abkühlung, eine Jacke war trotz der Sonne angesagt.

Unser Hotel in der Altstadt Konstantinopoulis, das im Reiseführer als Lieblingshotel des Autors genannt ist, ist ein sehr schöner historischer Bau, aber ganz schön in die Jahre gekommen, mit seinem alten Teppichboden und einer kleinen Badewanne mi Duschvorhang. Aber wir haben Seeblick vom Bett aus und eine tolle Aussicht auf den Hafen, in dem die Kreuzfahrtschiffe landen. Da habe ich mir das angesehen, die Aida hatte wirklich die ganze Zeit den Motor an, der Schornstein rauchte. Zum Glück trieb der Wind den Rauch aufs Meer. Das sind wirklich richtige Drecksschleudern, das sollte man nicht mehr dulden, das geht auch anders.

Man, ich schaffe heute wieder nicht alles. Wir waren länger draußen im Restaurant – dann noch Duschen. Das Netz hier ist so schlecht und langsam – es ist wieder nach 00:00 und der iPad Akku ist auch wieder leer. Morgen Abend und am Dienstag bis 14:00 Uhr haben sie Regen gemeldet, vielleicht klappt es ja dann.

Korfu-Stadt – Kérkira – unsere 7. UNESCO Welterbe Station

Erster Eindruck – es gibt sehr schöne Ecken, sehr herrschaftliche venezianische Häuser, tolle Bögenarkarden, 2 Festungen und eine gewaltige Mauer, die alles umgibt, schöne Gassen und eine schöne Kirchen. Man merkt sehr, dass die Griechen wirtschaftlich angeschlagen und noch sind. Sie haben einen hohen Sanierungsstau – manches verfällt regelrecht.

Update – Nachtrag:

Unser erster Spaziergang führte uns am Meer entlang zum vordersten Punkt, sehr schön, wie auf einer kleinen Zunge gelegen – dem Faliraki-Hafen. Auf dem Weg dahin sahen wir schon einige tapfere Schwimmer im Meer. Korfu hat ja keinen Strand und somit gibt es einige Stellen, wo Badeeinstiege angebracht sind, eine ist hier neben einem sehr schönen Café und Restaurant. Man konnte hier wunderbar sitzen und so nahmen wir einen ersten leckeren Imbiss in Griechenland, bevor wir unseren Stadtspaziergang fortsetzten.

Gestärkt ging es über den Palast des englischen Gouverneurs, der in Korfu im 18. Jhd. herrschte, heute ist ein Asien-Museum untergebracht, zum alten Fort.

Von da an ging es in die Altstadtgassen. Hier ein paar Impressionen von Häusern und Gassen. Manchmal hat man den Eindruck, sie lassen dort ein paar Häuser extra verfallen, um sie dann abzureißen und da es ja gar nicht mehr anders geht, neue moderne Betonbauten in die Altstadt zu pflanzen. Nicht schön in einer UNESCO-Welterbestadt. Aber gut, später habe ich gelesen, dass sich das Weltkulturerbe nicht auf das gesamte Esemble, sondern hauptsächlich auf die alten Festungsanlagen und auf einige bestimmte Gebäude bezieht. Kérkira war ja sehr lange in venezianischer Hand, so sind auch die Häuser in diesem Stil geprägt.

Die Lage unseres Hotel war schon sehr schön und praktisch, nach vorne Blick auf das Meer, gleich links neben dem Hotel begann die Fußgängerzone der Altstadt. So konnten wir am Abend nochmal schön bummeln, haben uns fast verlaufen in den ganzen Gassen. Manche, in denen keine Geschäfte waren, waren fast unbeleuchtet, es war schon fast ein bisschen unheimlich. Aber wir hatten ja schon gelernt, die Griechen sind ehrliche Leute. Unter vielen Einheimischen haben wir dann gleich in einer Seitengasse hinter unserem Hotel, in einem sehr netten Familienrestaurant noch eine Kleinigkeit gegessen und getrunken, auch wieder sehr gut. Zum Nachtisch gab es ein kostenloses Dessert, ich kann nur immer wieder betonen, sehr sehr freundlich und angenehm.