Halloween auf Korfu haben wir erfolgreich überstanden – hier gibt es keine Geister und wir sind auf keine Party gestoßen!
Dafür eine neue wichtige Erkenntnis – es ist fast alles tot auf Korfu – passend zu Allerheiligen. Die meisten Hotels, Restaurants, selbst ein Café, in dem wir in Korfu Stadt heute fragten, schlossen gestern oder heute.
Mit einem weiteren Frühstück in der Sonne, wenn auch nicht ganz so strahlend, aber mit tollem Blick auf das alte Fort ließ sich dieser Feiertag für uns ganz gut beginnen. Neben dem Café noch eine schöne Windmühle, die man weithin, auch aus der Altstadt schön liegen sieht. Daneben eine „Badeanstalt“ und ein kleiner Blick auf die Küste, es waren am frühen Morgen wieder Leute schwimmen. Ein schöner Blick noch der Garten eines schönen kleinen Apartmenthauses,. Ich hatte mir schon gedacht wow, warum haben wir das nicht gefunden, bis ein Flugzeug kam. Zudem waren es doch 5 km von der Altstadt, für einen abendlichen Bummel und Absacker dann doch zu weit. Aber tolle hohe Olander an der Straßenecke haben wir noch bewundert.
Am Morgen hatten wir schon eine Fischübergabe von unserem Balkon aus beobachtet -wir dachten schon an schwarze Geschäfte, ahnten noch nichT, dass wir das heute noch bestätigt bekommen würden.
Jetzt waren wir bereit für einen Inselausflug.
1. Ziel – Sommerschloss Achillion
Wir besuchten den Wohnsitz der Schönen und Reichen, der wie viele heute zum Glück ins Eigentum der Gemeinschaft übergegangen ist. Ja, ja, die Sissi, die ist uns schon ein paar mal begegnet. Sie hatte wirklich ein Gespür für herrliche Landschaften oder Standorte, genauso wie ihr verrückter Cousin, der alte Bayernkönig.
Sie ließ das Schlößchen erbauen, nach ihrer Ermordung kaufte es später der du. Kaiser Wilhelm um hier immer seinen Osterurlaub zu verbringen. Aber das ganze Ensemble ist in sehr schlechtem Zustand, sehr renovierungsbedürftig. Sie eröffneten bereits eine große Baustelle, es war ziemlicher Baulärm. Man konnte also nur das Erdgeschoß und den Garten besichtigen, allerdings für den vollen Preis. Aber wir sahen wirklich, dass sie das Geld dringend brauchen, das war also o.k.. In einem Raum sind Kleider der Maria Callas von ihren Aufführungen aus der ganzen Welt ausgestellt. Ich wußte gar nicht, dass sie Griechin war. Ansonsten ein paar Bilder von Sissi und dem Wilhelm, Schmuck von Sissi und ein paar alte Möbel, ohne besondere Zuordnung von wem sie waren. Irgendwie nichts besonderes.
Viel schöner waren die Terrassen und der Garten. Hier wurde auch die tolle Lage deutlich, schon super und privilegiert ausgewählt. Das Grundstück reichte früher bis zum Meer hinunter.
Hier sieht man die Baustelle und auch den Sanierungsbedarf. Eine ganze Galerie mit bedeutenden griechischen Frauen war gesperrt, sie waren nur auf einer Fotowand zu sehen.
Ja und das musste dann auch noch sein – Sissi und Christa.

Wen die ganze Gesichte interessiert:

Als wir wieder auf der Straße unten waren, auf abenteuerlichen Pisten – eng und voller Schlaglöcher – und ein irres Gefälle, entdecke Burkhard noch den früheren Zugang zum Meer. Der Kaiser Wilhelm ließ sich extra eine Brücke bauen, die sie im 2. Weltkrieg zerstörten, weil die Panzer nicht hindurch passten.
Wir fuhren in der Absicht einen botanischen Garten zu besichtigen an der Küste entlang in den Süden auf der Ostseite der Insel. Im Panorama Restaurants des Gartens wollten wir essen. Wir hatten auch überlegt dort zu wohnen und sie hatten uns, leider zu spät (wir hatten dann schon in Korfu Stadt gebucht) ein Zimmer angeboten. Deshalb gingen wir davon aus sie haben noch geöffnet. Leider war das nicht der Fall, die Tür war offen, aber ein großer Schäferhund mit langer Kette hielt uns davon ab einzutreten. Es erschien dann eine Frau, die herum werkelte. Wir fragten sie freundlich, aber sie war sehr unhöflich und murmelte nur etwas von closed aus der Ferne und sie hatte es nicht mal nötig näher zu kommen. Dann waren wir froh, dass das Übernachtungsangebot zu spät kam.
Auf der Strecke sahen wir einige Strände, die uns gar nicht gefielen, auch lag überall viel Müll. Einen schönen habe ich kurz nach einer Kurve dann doch gesehen, aber zack da waren wir schon vorbei – leider kein Foto. Einen der großen Fischdrawler, die Sardinen fischen, haben wir noch in der Bucht. Schön waren die kleinen wilden Alpenveilchen überall zwischen den Bäumen und viele alte Olivenbäume, die Netze liegen schon zur Ernte bereit. Oft war die Luft nicht gut, denn sie verbrannten Stellen ihren Müll, das ist schrecklich. Man kann sich gut vorstellen, warum so manches Feuer ausbricht.
Sehr interessant, ein Highlight heute war unser Essen, wir dachten schon wir verhungern, an der ganzen Küste entlang alles zu. Wir wollten also zurück in die Stadt und da sahen wir direkt an der Straße eine kleine Taverne, „Zorbas Taverna“ und hielten an. Ich ging hinein um zu sehen, ob es wirklich geöffnet war – kein Mensch da, alles offen, die Küche leer, ich wollte enttäuscht wieder gehen, dann sah ich wie am Rand ein älterer Mann mit Besen handierte und sprach ihn an. Er war bekleidet mit einen altmodischen Jogginganzug, meinte aber in ganz gutem Englisch natürlich hätte er offen, er hat auf uns gewartet. Wir aßen dann dort ganz hervorragend und irgendwann, kurz vor dem Bezahlen kamen wir ins Gespräch und haben uns sehr interessant mit ihm ca. 1 Stunde lang über Griechenland, die Griechen, Politische Historie und aktuelle Politik unterhalten. Er hat auch nur noch 2 Tage offen, dann fliegt er nach Ungarn und unterrichtet dort dann 7 Monate an einer griechischen Schule, Geschichte, Griechisch, Mathematik. Vor der Taverne hatte er schöne Kübelpflanzen, im überdachten Bereich Plastikblumen auf den Tischen und es schepperte laut das Radio mit griechischer Volksmusik. Alles sehr skurril.
Vielleicht berichte ich euch mal von dem interessanten Gespräch, aber das geht nicht so leicht zusammen zu fassen, da brauche ich viel Zeit.












































