2. Tag – 25.10.2021

Relaxen in Ljubljana

Sie hat uns sehr sehr gut gefallen, die slowenische Hauptstadt. Ich kann nur empfehlen sie sich einmal anzuschauen.

Nach der langen Fahrt gestern war also heute laufen angesagt – damit wir nicht einrosten – und gelaufen sind wir viel – über 10 km.

Es war gut in Bewegung zu bleiben, denn am Morgen war es ganz schön frisch, 6 Grad und Nebel. Die Sonne, die den ganzen Tag schien, brachte dann etwas Wärme und man konnte gut bummeln und auch in der Sonne draußen einen Kaffee trinken. Wir denken, das war schon super, denn im Hotelzimmer stand schon ein großer Regenschirm für uns bereit.

Nach einem sehr guten Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen ließ, bewältigten wir gestärkt erstmal die Drachenbrücke, anschließend ein Bummel über den Markt und den historischen, neu renovierten Markthallen, dann steuerten wir die Burg an. Wir machten es uns gemütlich und fuhren mit der gläsernen Seilbahn, aus der man schon eine tolle Aussicht hatte. Beim Kauf des Tickets passierte etwas Kurioses. Ich legte meinen Schwerbehindertenausweis vor und wollte bezahlen, dann meinte die nette Dame die Fahrten sind für uns beide kostenlos. Das hatte ich noch nie zuvor erlebt.

Die Burganlage ist modern saniert. In den Innenräumen befindet sich ein Museum, das ließen wir aus, schlenderten durch den Burghof und genossen die eindrucksvolle Kulisse von der Burgterrasse auf die Stadt, im Hintergrund die Berge in der noch der Nebel hing. Bergab gingen wir über einen schönen Fußweg über den grünen Burghang, ein schöner herbstlicher Spaziergang.

Am Nachmittag liefen wir kreuz und quer durch die Altstadt, eine große Fußgängerzone. Viele tolle sanierte und auch sanierungsbedürftige, aber imposante Barock-Häuser; auch ein tolles Jugendstil-Kaufhaus, schöne Wege entlang der Ljubjanica, mit sehr vielen tollen Brücken und Biergärten und Cafés, schöne Häuser mit interessanten Dachgärten, Brunnen und Trinkwasserspendern. Sloweniens Trinkwasserqualität hat einen der höchsten Standard der Welt, man kann es aus der Leitung trinken, es schmeckt sehr gut und man bekommt es im Restaurant und in den Cafés kostenlos dazu. Weiterhin gibt es tolle kleine Gassen, eine mit einem interessanten Kunstobjekt aus Metall, Beschriftung leider nur in slowenisch, das wir bestaunt haben. Für das besondere Urlaubsfeeling musste ein sehr leckeres, preisgekröntes Eis noch sein. Ich hatte Schokolade mit Chilli und Ljubljana Cream, mit Frischkäse und Zitrone – ein Gedicht.

Was ich noch für euch habe – eine neue Geschäftsidee für alle Hundeliebhaber unter euch – hört und staunt, es gab hier eine Hundebäckerei, das habe ich in Deutschland noch nicht gesehen.

Heute haben wir auch die Restaurants entdeckt und sehr gut gegessen, ein Rumpsteak mit einem sogenannten Käseknödel, es war so ein dünner Teig geschichtet und dazwischen ein Frischkäse. so etwas haben wir noch nie gegessen. Sehr sehr lecker, vor allem auch die Soße dazu – ich habe jede Ecke ausgekratzt, so delikat war sie. Es gab auch noch frische Steinpilze dazu und für mich einen sehr guten, slowenischen, trockenen Schoppen, nein es war nur 0,1 l. Mit dem Fotografieren war war nichts drinnen, mein iPhone Akku war leider leer und so gab es auch kein Selfi mehr von unserem Abschied in der „Stammkneipe“. Sie haben uns wirklich wieder erkannt und sich sehr gefreut. Heute aber ohne Konversation, auffällig für mich war lediglich der nette Blickkontakt mit einer sehr jungen hübschen Slowenin, die mir immer freundlich zulächelte, auch noch beim Gehen. Sie sah sehr alternativ und sympathisch aus und mit ihr hätte ich mich auch mal gerne unterhalten.

Ach ja – auch noch interessant – – heute haben sie begonnen die Weihnachtsbeleuchtung aufzuhängen – tja da weiß man was die Stunde geschlagen hat.

Einige Dinge haben uns sehr beeindruckt in der Stadt. Überall gab es vegane und vegetarische Speisen, selbst schon beim Frühstück hier im Hotel. Überall Fahrradfahrer und Fahrradwege, Biostände am Markt, ein schöner Bioladen, im Rathaus eine Ausstellung darüber, dass man seine Kleidung lange tragen soll – irgendwie spürte man einen sehr grünen und nachhaltigen Geist. Und noch etwas ist uns aufgefallen, die Ljubljaner trinken sehr viel Tee, an einem Haus hatten sie sogar einen tollen Teekannenausleger. 2Amazon“ nein danke, fand Ichsucht ganz nett.

Jetzt freuen wir uns auf das Meer. Ich habe heute ein Apartment in Zadar vorab gebucht, wir bleiben dann nur eine Nacht und können dann nicht viel Zeit mit der Suche vor Ort verschwenden.

Hier die passenden Bilder zum Text ( wenn ihr auf das Bild klickt, seht ihr es in voller Größe):

2. Tag Ljubljana – 0 km